Moderner Haltestellenmast für Bus und Bim
Die Wiener Linien erneuern Schritt für Schritt ihre Haltestellenmasten für Bim und Bus. Die modernen Haltestellenmasten bringen ein Mehr an (Echtzeit-) Informationen und sind ein großer Schritt Richtung Barrierefreiheit.
Projektziel
Ablöse der bestehenden Haltestellen durch digitale Infosäulen; Verbesserung in punkto Service und Barrierefreiheit.
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Bei Straßenbauprojekten der Stadt Wien (Beispiel Wiedner Hauptstraße), Linienneubauten der Wiener Linien (Linie 12, Linie 27) und bei gezielten Anpassungen an Knotenpunkten werden die neuen Haltestellenmasten errichtet. So sollen diese die alte Infrastruktur sukzessive ablösen. Hinter dem vermeintlich simplen Austausch steckt ein Forschungsprojekt, das sich intensiv mit der Frage beschäftigt hat, was sie denn können muss, die Haltestelle im Zeitalter der Digitalisierung.
Monitor statt analoger Fahrplan
Am oberen Mast der neuen Haltestelle befindet sich ein großer Abfahrtsmonitor, der in Echtzeit die nächsten Abfahrten anzeigt. Im unteren Bereich ist ein elektronischer Fahrplan, das so genannte E-Paper, mit einigen Zusatzfunktionen angebracht.
Der E-Paper-Bildschirm verfügt über vier verschiedene Ansichten, zwischen denen mit Tastendruck gewechselt wird: Fahrgäste finden die nächsten Abfahrten in Echtzeit, den Linienverlauf mit allen Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten, Fahrpläne und weitere nützliche Informationen z.B. zum Ticketkauf. Tritt eine Störung auf, wird diese ebenfalls angezeigt.
Markant, übersichtlich, optimal erkennbar
Die neue Haltestelle kommt sehr aufgeräumt und übersichtlich daher: Alle Informationen finden sich an einem Ort. Der rote Mast mit den markanten Elementen sorgt für ein einzigartiges Erscheinungsbild und ist damit unverwechselbar. Durch das weiße Licht an der Spitze ist die Haltestelle auch in der Nacht gut zu erkennen.
Hans-Jürgen Groß, Konzernbeauftragter für Barrierefreiheit der Wiener Stadtwerke, ist in das Projekt federführend eingebunden: „Die Farbe Rot wurde gewählt, weil sehbehinderte Menschen diese Farbe gut wahrnehmen können. Die weißen Kanten erhöhen den Kontrast, das sorgt für optimale Erkennbarkeit.“
„Die neue Haltestelle der Wiener Linien bietet ein großes Plus an Barrierefreiheit."
Großes Plus an Barrierefreiheit
Das E-Paper verfügt über einen Modus für blinde und sehbehinderte Personen nach dem Zwei-Sinnes-Prinzip. Er wird aktiviert, indem eine der Tasten für mindestens drei Sekunden gedrückt wird. Die Information auf dem Bildschirm wird dann besonders groß in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund dargestellt und vorgelesen.
„Bei der Entwicklung des neuen Haltestellentyps haben die Wiener Linien eng mit den Behindertenverbänden zusammengearbeitet. Daher bietet die digitale Infosäule ein großes Plus an Barrierefreiheit“, sagt Hans-Jürgen Groß.
Direktion Wiener Linien