Wiener Stadtwerke Mitarbeiterin Stephanie. Text: Keine Gleichstellung. Keine Stephanie. Kein Öffis.

Werkmeisterin Stephanie hält Wiens Straßenbahnen in Schuss.

Wiener Linien Mitarbeiterin in der Werkstatt

"Ich suche die Herausforderung"

Wenn sich Stephanie Schneider an ihre Berufswahl zurückerinnert, dann erzählt sie von Klassenkolleginnen, die Kindergärtnerin werden oder in die Tourismusbranche wollten. Die Frage, ob es nichts anderes gäbe, beantwortete ihr Vater tatkräftig mit dem Besuch unterschiedlicher Bildungseinrichtungen am Tag der offenen Tür. Als bei einer Schweißstation die Funken flogen, ist auch bei ihr der Funke für die Technik übergesprungen. Bei den Wiener Linien begann sie die Mechatronik-Lehre, „eine breite Ausbildung mit vielen Möglichkeiten zur Spezialisierung,“ schwärmt Stephanie. Nach dem Lehrabschluss holte sie gleich in der Abendschule die Matura nach und, wo sie schon im Lernen war, auch die Ausbildung zur Werkmeisterin. So viel Fleiß wurde dann auch als erste weibliche Werkmeisterin belohnt. Pneumatik und Hydraulik haben ihr es angetan und so ist sie heute für rund 200 Komponenten an Schienenfahrzeugen zuständig, die mit Luft oder Öl betrieben werden. Ob kleine Ventile oder große Kompressoren, was repariert oder gewartet gehört, durchläuft die Hände ihres 24-köpfigen Teams.

Wiener Linien Bim - Model ULF

"Im Vordergrund steht das Ausprobieren"

Diesen Tipp gibt Stephanie den Schülerinnengruppen mit, die häufig bei ihr in der Hauptwerkstätte vorbeischauen, und motiviert auch ihr eigenes Team. Alle sollen alles können oder zumindest probiert haben. Selbst hat sie die Erfahrung in ihrer Ausbildung gemacht, dass ihr manchmal nichts zugetraut wurde. Mit einem breiten Grinsen beschreibt sie sich als stur, eigenmotiviert und willensstark. Es war und ist nicht immer leicht, die einzige Frau in großen Runden zu sein, „aber wir werden mehr und der Austausch ist immer hilfreich, auch mit Kolleg*innen aus der ganzen Wiener Stadtwerke-Gruppe,“ freut sich Stephanie.  


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