Wiener Linien und Wiener Lokalbahnen arbeiten im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) an der einfachsten Form, zu einem Öffi-Ticket zu kommen. Ein Wisch zum Start und einer am Ende der Fahrt in der geplanten FAIRTIQ-App genügen, um zum Bestpreis Öffis zu fahren.

Das vom Innovationsfonds der Wiener Stadtwerke mitfinanzierte Forschungsprojekt hat das Ziel, eine innovative Ticketing-Lösung nach dem „Post-Paid-System“ zu schaffen. Das heißt: Die automatisierte Fahrgelderhebung funktioniert nach dem Check-In/Assisted Check-Out Prinzip. Oder einfacher gesagt: Die Fahrt wird in einer App durch einen „Swipe“ auf die Seite gestartet und am Zielort wieder beendet, ermittelt wird das beste Ticket via GPS-Tracking, im Hintergrund wird abgerechnet. 

Ticketautomat war gestern 

Der Großteil der Fahrgäste bewegt sich im Verbundgebiet des VOR in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit Jahreskarte, Semesterticket oder Top-Jugendticket – allzeit bereit, in den nächsten Bus, die nächste (U-)Bahn oder Bim zu steigen. Alle anderen Öffi-Fahrgäste besorgen sich ihr Ticket vor Fahrtantritt beispielsweise am Ticketautomaten, in der Verkaufsstelle oder via Smartphone. In Zukunft soll das über die FAIRTIQ-App laufen. 

5.000 KundInnen testen bereits

Die FAIRTIQ-App ermittelt automatisch via GPS-Tracking das beste Ticket – je nachdem, ob für die NutzerInnen Einzeltickets oder eine Tageskarte günstiger kommen. Damit entfällt gerade für Selten- und GelegenheitsfahrerInnen der Blick auf das große Ticketangebot. Die Abrechnung erfolgt am Ende des Tages automatisch über das hinterlegte Zahlungsmittel.  Nach einer ersten, internen Testphase über mehrere Wochen läuft nun bereits ein Test mit rund 5.000 Kundinnen und Kunden.