Smart Metering

Die Wiener Netze starten 2017 mit der Umstellung auf Smart Meter. Die Technologie ersetzt herkömmliche Stromzähler und macht den Verbrauch für KundInnen transparenter.

Zur Erreichung ihrer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen forciert die EU die Modernisierung derzeit passiver Netze zu aktiven, intelligenten Netzen (Smart Grids). Einen ersten wesentlichen Schritt stellt die Intelligente Messdatenerfassung dar: Smart Metering beschreibt ein System aus intelligentem Zähler, Übertragungstechnologie und EDV-Systemen zur Datenerfassung und -verarbeitung.

Smart Meter (c) Wiener Netze/Alexander NussbaumerZoom
Energie und Geld sparen
Bislang wurden Strom- und Gaszähler üblicherweise vor Ort abgelesen – durch den Netzbetreiber oder durch die KundInnen. Die neuen Zähler übertragen die Verbrauchsdaten künftig einmal täglich an den Netzbetreiber. KundInnen können ihren Verbrauch zeitnah online ablesen. Anhand dieser detaillierteren Messung lassen sich Einspar- und Effizienz-Potenziale leichter und schneller bestimmen.
 
Smart Meter - Intelligenter Stromzähler (c) Wiener Netze/ Alexander NussbaumerZoom
Größter Roll-Out in Wien

Größtes Smart Meter-Projekt Österreichs ist die Umstellung der Zähler bei den Wiener Netzen. Insgesamt werden 1,6 Millionen Zähler getauscht, aktuell sind mehrere Pilotprojekte in Abwicklung. Der Zuschlag für die Anbieter soll noch heuer erfolgen. 2018 erfolgt der Start des Roll-Out, und 2019 sollen in Spitzenzeiten im Schnitt pro Minute sieben neue Zähler angeschlossen werden.  

 

Das 3. EU-Binnenmarktpaket sieht vor, dass bis 2020 mindestens 80 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein müssen. In Österreich regeln das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG), das Gaswirtschaftsgesetz (GWG) und Verordnungen die Einführung.