Smart Metering

Die Wiener Netze starten mit der Umstellung auf Smart Meter. Die Technologie ersetzt herkömmliche Stromzähler und macht den Verbrauch für KundInnen transparenter.

Zur Erreichung ihrer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen forciert die EU die Modernisierung derzeit passiver Netze zu aktiven, intelligenten Netzen (Smart Grids). Einen ersten wesentlichen Schritt stellt die Intelligente Messdatenerfassung dar: Smart Metering beschreibt ein System aus intelligentem Zähler, Übertragungstechnologie und EDV-Systemen zur Datenerfassung und -verarbeitung.

Smart Meter (c) Wiener Netze/Alexander NussbaumerZoom
Mit Überblick Energie und Geld sparen
Bislang wurden Strom- und Gaszähler üblicherweise vor Ort abgelesen – durch den Netzbetreiber oder durch die KundInnen. Die neuen Zähler übertragen die Verbrauchsdaten künftig einmal täglich an den Netzbetreiber. Kundinnen und Kunden können ihren Verbrauch zeitnah online ablesen und anhand der detaillierten Messungen leichter erkennen, wo Einsparpotenziale liegen.
 
Smart Meter - Intelligenter Stromzähler (c) Wiener Netze/ Alexander NussbaumerZoom
Größtes Smart Meter-Projekt Österreichs

Die Umrüstung durch die Wiener Netze ist hierzulande der größte Roll-Out: Insgesamt werden 1,6 Millionen Zähler getauscht. Den Zuschlag hat nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ein Konsortium aus Siemens, Landis+Gyr und Iskraemeco erhalten. Mitte 2018 startet der Roll-Out und schon 2019 sollen in Spitzenzeiten sieben neue Zähler in der Minute angeschlossen werden. 

Das 3. EU-Binnenmarktpaket sieht vor, dass bis 2020 mindestens 80 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein müssen. In Österreich regeln das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG), das Gaswirtschaftsgesetz (GWG) und Verordnungen die Einführung.