IM Future

Maschinenstillstände sind immer mit hohen Kosten verbunden – vor allem, wenn sie unerwartet auftreten. Durch die Analyse vorhandener Daten mit einer intelligenten Mustererkennungssoftware wollen ExpertInnen von Wien Energie ungeplante Stillstände von Kraftwerksanlagen in Zukunft vorhersagen – und im besten Fall verhindern.

Der Ausfall einer Müllverbrennungsanlage führt innerhalb weniger Tage zu hohen Umsatzeinbußen. Wann es zu einem solchen außerplanmäßigen Stillstand kommt und wie lange er dauert, ist derzeit nicht vorhersehbar. Dementsprechend schwierig gestalten sich auch die Planung und die Durchführung der dringlichen Reparaturarbeiten.

Thermische Abfallbehandlungsanlage Flötzersteig. - (c) Wien Energie/Manfred WeihsZoom
Vorausschauende Wartung der Anlagen
Im Sinne von Predictive Maintenance versucht das Team des Projekts „IM Future“ Einflussgrößen für Ausfälle zu identifizieren und daraus Prognosen abzuleiten. Konkret analysiert das Wien Energie-Team Kontrolldaten, die von den Leitsystemen der Kraftwerksanlagen aufgezeichnet werden. ExpertInnen sprechen von Supervisory Control and Data Aquisition, kurz SCADA.
 
Tastatur mit Schriftzug Predictive Maintenance. - (c) Fotolia / momiusZoom
Muster verraten die drohende Störung

Schlüssel zum frühest möglichen Entdecken drohender Ausfällen ist das Aufspüren von Anomalien und Korrelationen. Dabei erhalten die ExpertInnen Unterstützung durch eine intelligente Mustererkennungs-Software. Läuft alles nach Plan, werden durch die Einspeisung aller historischen und die Auswertung aktueller Daten Vorhersagen zu kommenden Ereignissen möglich.

Die Ergebnisse des Projekts IM Future sollen Wien Energie-ExpertInnen dabei in die Lage versetzen, erforderliche Maßnahmen mit Sicherheit rechtzeitig zu treffen. So können frühzeitig Schadensfälle erkannt, die Instandhaltung optimiert und nicht zuletzt Kosten entscheidend reduziert werden.