Blockchain-Pilotprojekt

Geringere Kosten, schnellere Transaktionen und nahezu fälschungssichere Datensätze. ExpertInnen bescheinigen der Blockchain-Technologie gerade im Energiebereich großes Potenzial. In einem Pilotprojekt hat Wien Energie die Technologie evaluiert und im Energiehandel einem Praxistest unterzogen.

Die Blockchain Technologie und ihre Auswirkungen auf die Energiewirtschaft werden aktuell breit diskutiert. ExpertInnen diagnostizieren eine Technologieänderung – vor allem im Bereich des Energiehandels. Pilotversuche beschränken sich bislang aber auf ein sehr kleines Gebiet – so etwa der Brooklyn Microgrid, in dem acht Häuser über ein Blockchain-System untereinander Energie handeln – oder Spezialanwendungen, wie die Abrechnung von Elektroladestationen.

Illustration Blockchain in der Energiewirtschaft. - Foto: chombosan / fotoliaZoom
Blockchain auf dem Prüfstand

Wien Energie forscht bereits seit einiger Zeit an der Nutzung der Blockchain-Technologie für die dezentrale, unkomplizierte Abwicklung von Transaktionen in der Energiewirtschaft. Anfang des Jahres wurde nun gemeinsam mit den Konzernen BP und Eni, dem Unternehmensberater Ernst & Young sowie dem Blockchain-Start-up BTL ein viermonatiger Pilottest in Angriff genommen.

 
Illustration Blockchain. - Foto: enzozo / fotoliaZoom
Auf der Suche nach neuen Modellen

Hauptziel des internationalen Projektes war der erfolgreiche Test einer Blockchain-basierten Tradingplattform für den Gashandel und die Evaluierung der Technologie. Gleichzeitig sollten Einsparungspotenziale ermittelt, die Marktreife beurteilt und mögliche Geschäftsmodelle analysiert werden, um Wien Energie auf zukünftige Entwicklungen entsprechend vorzubereiten.