Selbstfahrender Bus

Im Projekt auto.Bus Seestadt arbeiten die Wiener Linien, das AIT Austrian Institute of Technology, das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), der TÜV AUSTRIA sowie die SIEMENS AG Österreich und der französische Bushersteller NAVYA gemeinsam an der technologischen und rechtlichen Weiterentwicklung von autonomen Kleinbussen. Ziel ist die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und der Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge, um letztlich eine Buslinie in der Seestadt unter realen Bedingungen betreiben zu können – mit Haltestellen, Fahrplan und echten Fahrgästen.

Selbstfahrender Bus der Firma NAVYA im Test bei den Wiener Linien © Pierre Salmomé / NAVYAZoom

Von französischen Hersteller entwickelt
Unterwegs sein soll auf dieser ersten vollautomatischen Buslinie der Kleinbus NAVYA ARMA. Er bietet Platz für bis zu 11 Fahrgäste, wird von einem Elektromotor angetrieben und ist schon heute auf verschiedenen Teststrecken unterwegs. Für den vollautomatischen Betrieb im Linienverkehr muss jedoch noch einiges entwickelt udn getestet werden.Das umfangreiche Projektkonsortium lässt erahnen, wie komplex dieses Unterfangen ist.

 
Fahrgäste im Wiener Linien Bus (c) Wiener Linien/Johannes ZinnerZoom
Lernfähig und kommunikativ
Ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung der Sensorik, sind die Akzeptanz durch die Fahrgäste, die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die funktionale Sicherheit und IT-Sicherheit der eingesetzten Systeme. Diese Aspekte sollen im Projekt untersucht werden, um letztlich die effiziente Einbindung fahrerloser Fahrzeuge in das multi-modale Verkehrssystem und das Betriebsmanagement eines Verkehrsunternehmens zu ermöglichen.
 

Es sollen Lösungen entwickelt werden wie VerkehrsteilnehmerInnen und der Bus sicher miteinander interagieren können. Dazu soll dem Bus durch Machine-Learning beigebracht werden, wie er Personen und Objekte zuverlässig erkennen kann. Außerdem soll sowohl für die Fahrgäste im Bus, als auch für andere VerkehrsteilnehmerInnen nachvollziehbar werden, was der Bus wahrnimmt und welches Fahrmanöver deshalb zu erwarten ist.

Das Projekt startet im Sommer 2017. Bevor der Bus Anfang 2018 nach Wien kommt, müssen allerdings noch zahlreiche rechtliche und regulatorische Fragen geklärt werden. Nach rund einem Jahr Entwicklungszeit soll der Bus dann 2019 den Linienbetrieb in der Seestadt aufnehmen. Mehr Infos unter www.wienerlinien.at