TU-Studie: Stadtwerke-Effekt sichert 53.000 Arbeitsplätze


Die Zahlen einer aktuellen Studie von TU-Professor Michael Getzner sind mehr als beeindruckend: 53.000 Arbeitsplätze sichern die Wiener Stadtwerke in ganz Österreich, 4,9 Mrd. Euro tragen sie zum Bruttoinlandsprodukt bei. Stadträtin Ulli Sima, Generaldirektor Martin Krajcsir und Generaldirektor-Stellvertreter Peter Weinelt haben die Studie heute präsentiert.

„Die Wiener Stadtwerke mit ihren Unternehmen sind der Motor, der die Stadt das ganze Jahr über am Laufen hält. Darüber hinaus sind sie ein stabiler Wirtschaftsfaktor. Sie sichern zehntausende Arbeitsplätze im Land und investieren in die Zukunft unserer Klimamusterstadt“, so Sima. Gerade in den aktuell für alle herausfordernden Zeiten investieren die Stadtwerke in innovative Projekte, wie Photovoltaik-Anlagen auf einer Fläche von über 600 Fußballfeldern oder den Ausbau der Öffis.

„Die Corona-Krise hat uns einmal mehr gezeigt, welch zentralen Beitrag die kommunale Daseinsvorsorge in unserer Stadt leistet. Die Wienerinnen und Wiener schätzen die Verlässlichkeit und das Top-Angebot der Unternehmen der Wiener Stadtwerke“, so Sima. Sie bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die gerade in den aktuellen Pandemie-Zeiten Besonderes leisten.

Aus 1 mach 4: 15.000 Arbeitsplätze sichern 53.000

Die aktuelle Studie untermauert die wirtschaftliche Bedeutung der Wiener Stadtwerke für Wien und Österreich: 53.000 Arbeitsplätze werden demnach langfristig in Österreich gesichert, ausgehend von den rund 15.000 direkt bei den Wiener Stadtwerken Beschäftigten. 6,3 Milliarden Euro beträgt die gesamte Wertschöpfung, die die Wiener Stadtwerke Jahr für Jahr generieren – 4,9 Milliarden Euro davon kommen direkt dem Bruttoinlandsprodukt zugute.

3,4 Milliarden Euro für klimarelevante Projekte.

Entscheidend: Die von den Wiener Stadtwerken ausgelösten Arbeitsplatz- und Wertschöpfungseffekte entstehen weitgehend unabhängig von Konjunkturschwankungen oder außerordentlichen Ereignissen wie der CoV-Pandemie. Und: Neben der Corona-Krise herrscht auch immer noch Klimakrise.

Die Wiener Stadtwerke stellen sich hier der Verantwortung und investieren von 2020 bis 2024 insgesamt 4,7 Milliarden Euro in Zukunftsprojekte der Stadt. 3,4 Milliarden Euro davon sind unmittelbar klimarelevant - von der Schaffung neuer Photovoltaik-Anlagen über die Anschaffung neuer Elektro- und Wasserstoffbusse sowie U-Bahnen bis hin zu einem effizienteren Stromnetz. „Wir investieren aus der Corona-Krise hinaus, der Bekämpfung der Klimakrise entgegen“, so Generaldirektor Krajcsir.

Top-Erfolge im Energiesektor der Wiener Stadtwerke

Seit Herbst 2015 sind die Wiener Stadtwerke im Ressort von Stadträtin Ulli Sima angesiedelt: „Eine große Aufgabe mit vielen Herausforderungen und spannenden Themen. Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel bewegt. Die Wiener Stadtwerke stehen nach tiefgreifenden Umstrukturierungsmaßnahmen wirtschaftlich solide da, das ermöglicht nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur der Klimamusterstadt“, so Sima.

Ein wichtiges Ziel war die Effizienzsteigerung im Unternehmen, um die Wiener Stadtwerke für die Zukunft fit zu machen. Mit Erfolg – so konnte z.B. bei den Wiener Netzen eine massive Effizienzsteigerung und ein top Benchmarking-Ergebnis bei der E-Control von 100 Prozent im Strombereich erreicht werden. Vor fünf Jahren waren es noch 76 Prozent. Das bedeutet eine Senkung der operativen Kosten um 64 Mio. EUR über die letzten fünf Jahre – ein beachtlicher Erfolg!

Wien Energie auf Erfolgskurs

Auch Wien Energie hat sich in den letzten fünf Jahren bestens entwickelt. Der städtische Energieversorger steht finanziell auf soliden Beinen, ist am Markt breit vertreten und höchst wettbewerbsfähig. 2019 hat Österreichs größter Energiedienstleister mit 202,9 Millionen Euro das beste Ergebnis in seiner Geschichte erzielt. Die Top-Bonität des Unternehmens bestätigen auch unabhängige Ratingagenturen. Wie schon im Vorjahr haben Fitch und Standard & Poor‘s Wien Energie mit den Top-Bewertungen von AA- bzw. A auch heuer ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt.

Wiener Linien auf der Überholspur

Die Wiener Linien konnten mit 852.300 JahreskartenbesitzerInnen in 2019 rund 30.000 JahreskartenbesitzerInnen mehr für sich gewinnen als im Vorjahr. Somit gab es zum vierten Mal in Serie mehr verkaufte Jahreskarten als PKW. Dieser Erfolg ergibt sich vor allem durch das verbesserte Angebot: Im Zeitraum von 2010 bis 2019 konnten die Wiener Linien um 20 Prozent mehr Platzkilometer anbieten und die Länge der Linien in Summe um 28 Prozent erhöhen – die Anzahl an JahreskartenbesitzerInnen ist im selben Zeitraum um 140 Prozent gestiegen.

Top-Lehrlingsausbildung in 12 Sparten

Die Wiener Stadtwerke bilden zudem jährlich weit über 100 Lehrlinge in mittlerweile zwölf verschiedenen Lehrberufen aus. Ab Herbst werden etwa 150 Lehrlingsstellen neu ausgeschrieben, 410 befinden sich derzeit in Ausbildung. Einen Schwerpunkt legen die Wiener Stadtwerke hier auf weibliche Lehrlinge in technischen Berufen. „Wir wollen besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den jungen Menschen eine Perspektive bieten, indem wir ihnen eine fundierte Ausbildung bieten“, so der stellvertretende Generaldirektor Peter Weinelt.

Die Arbeitsplätze, die aus Vorleistungen, Investitionen und Kaufkraft geschaffen werden, ergeben – neben den 15.000 direkten Angestellten – 20.723 Beschäftigungsverhältnisse in Wien, 8.331 in Niederösterreich und 8.847 in Rest-Österreich. Mehr als drei Viertel der Vorleistungen des gesamten Wiener Stadtwerke-Konzerns werden im Inland bezogen.

„Die Wiener Stadtwerke sind somit aus zwei Perspektiven höchst bedeutsam: Einerseits werden in überdurchschnittlichem Ausmaß inländische Arbeitsplätze und Wertschöpfung gesichert. Andererseits sind die Stadtwerke als öffentliches Infrastrukturunternehmen der Stadt Wien höchst relevant, um das Leben und Arbeiten in Wien zu ermöglichen und dadurch die Lebensqualität zu sichern und noch weiter zu verbessern“, sagt Studienautor Getzner.

Neuer Service Treff: 6 Unternehmen, 1 Standort, alle Antworten

Die Wiener Stadtwerke unterstreichen mit dem neuen Service Treff auf der Spittelau ihren Service-Charakter; Seit kurzem gibt es dort EINE zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen, von der Jahreskarte der Wiener Linien über den Stromvertrag bei Wien Energie bis hin zu Parkkarte der Wipark oder Fragen zur Bestattung Wien. Hier werden Services von Wiener Linien, Wien Energie, Wiener Netze, Wipark, Wiener Lokalbahnen und Bestattung Wien unter einem Dach vereint, Bündelprodukte angeboten und kompetent beraten. Bei Fragen, lohnt es sich, einfach vorbeizuschauen.

Alle Infos zum Service Treff der Wiener Stadtwerke finden sich unter

www.servicetreff.at

 

Publiziert am: 31.10.2020