Brake Energy

Die Wiener U-Bahnen gewinnen beim Bremsen des Zuges die Bremsenergie als elektrischen Strom zurück – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Das Projekt Brake Energy sucht innovative Wege, um dieses Potenzial noch besser zu nützen.

U-Bahn im Nachtbetrieb - (c) Wiener Linien /ZinnerZoom

Energie effizient einzusetzen ist der beste Weg, um Ressourcen zu schonen und Betriebsmittel optimal zum Einsatz zu bringen. Vor diesem Hintergrund erprobt das Projekt Brake Energy in einer Pilotanlage, wie sich die beim Bremsen eines U-Bahn-Zuges anfallende Energie noch besser verwenden lässt.

Schon jetzt kann die Bremsenergie in das Gleichstromnetz der U-Bahn eingespeist werden. Allerdings: Befindet sich kein Zug in der Nähe, der Strom benötigt (z.B. beim Anfahren), bleibt die Bremsenergie ungenützt und wird in Wärme umgewandelt.

Intelligenz „meets“ Effizienz

Ziel der Pilotanlage ist es, die überschüssige Bremsenergie in das Wechselstromnetz einzuspeisen. Die Grundlagen dafür sind vorhanden: Seit 2005 betreiben die Wiener Linien ein eigenes, wachsendes Wechselstromnetz zur Energieversorgung der U-Bahn-Stationen. Dieses Netz ist stabil und aufnahmefähig – und damit bestens geeignet, um Bremsenergie aufzunehmen.

Potenzial auf dem Prüfstand
Die Betrieb der Pilotanlage und die gewonnenen Erkenntnisse sollen letztlich zeigen, dass das Einsparungspotenzial durch die Nutzung von Bremsenergie groß genug ist, um nötige Investitionen zu rechtfertigen. Aber nicht nur im U-Bahn-Bereich stellt die Nutzung der Bremsenergie eine innovative Option dar: Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet für Brake Energy ist das Stromnetz der Wiener Lokalbahn, welche die 25 Kilometer lange Bahnstrecke von Wien Meidling nach Baden betreibt.