Smart Metering

Die Wiener Netze starten 2015 mit der Umstellung auf Smart Meter. Die Technologie ersetzt herkömmliche Stromzähler und macht den Verbrauch für KundInnen transparenter.

Zur Erreichung ihrer klima- und energiepolitischen Zielsetzungen forciert die EU die Modernisierung derzeit passiver Netze zu aktiven, intelligenten Netzen (Smart Grids). Einen ersten wesentlichen Schritt stellt die Intelligente Messdatenerfassung dar: Smart Metering beschreibt ein System aus intelligentem Zähler, Übertragungstechnologie und EDV-Systemen zur Datenerfassung und -verarbeitung.

Messung an einem geöffneten Smart Meter (c) Wiener Netze/ Ian EhmZoom
Energie und Geld sparen
Bislang wurden Strom- und Gaszähler üblicherweise vor Ort abgelesen – durch den Netzbetreiber oder durch die KundInnen. Die neuen Zähler übertragen die Verbrauchsdaten künftig einmal täglich an den Netzbetreiber. KundInnen können ihren Verbrauch zeitnah online ablesen. Anhand dieser detaillierteren Messung lassen sich Einspar- und Effizienz-Potenziale leichter und schneller bestimmen.
 

Das 3. EU-Binnenmarktpaket sieht vor, dass bis 2020 mindestens 80 Prozent aller Kundenanlagen mit Smart Meter ausgestattet sein müssen. In Österreich regeln das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG), das Gaswirtschaftsgesetz (GWG) und Verordnungen die Einführung.

Smart Metering im Test

Um sich optimal auf den Rollout vorzubereiten, führen die Wiener Netze derzeit ein Testprojekt für Stromzähler durch. Bis 2015 sollen unter anderem die verschiedenen Übertragungstechnologien im urbanen bzw. ländlichen Bereich und im Bereich Neubau/Altbestand getestet werden. Weiters auf dem Prüfstand: verschiedene Zähler, neue IT-Systeme und deren Anbindung an bereits bestehende Systeme.