Hochdruck-Wärmespeicher

Der neue Wärmespeicher in Wien Simmering ermöglicht, dass Wärme dann verbraucht werden kann, wenn sie benötigt wird. Es ist der weltweit erste Hochdruck- und Hochtemperatur-Speicher dieser Art. Der Wärmespeicher deckt den jährlichen Wärmebedarf von rund 20.000 Haushalten und spart rund 11.000 Tonnen CO2 ein.

Gemeinsam mit Partnerfirmen haben die ExpertInnen von Wien Energie erstmals eine Wärmespeicheranlage für ein so großes und komplexes Hochdruck- und Hochtemperatur-Fernwärmenetz gebaut. Wärmeproduzenten wie die Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke in Simmering, Donaustadt, Leopoldau und die thermischen Abfallbehandlungsanlagen sind integriert. Der Speicher nutzt und stärkt auch die erneuerbare Wärmeerzeugung aus dem Wald-Biomassekraftwerk Simmering und zukünftig die Geothermieanlage Aspern.

Hochdruck-Wärmespeicher in Simmering. - (c) Wien Energie / Ian EhmZoom
Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch
Der Speicher ermöglicht eine zeitliche Entkopplung von Wärmeerzeugung und -verbrauch. Dadurch wird der Einsatz von Spitzenkesseln bei hohem Bedarf minimiert. Die Anlage optimiert den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke, der thermischen Abfallbehandlungsanlagen und der dezentralen Stromeinspeiser. CO2-Emissionen werden reduziert, Fernkälte-Tagesspitzen im Sommer ausgeglichen.
 
Hochdruck-Wärmespeicher Wien Simmering. - (c) Wien Energie / Ian EhmZoom
145.000 Megawattstunden jährlich

Der Speicher wird pro Jahr rund 2.200 Stunden be- und auch rund 2.200 Stunden entladen. Die jährlich gespeicherte und entnommene Wärmemenge beträgt rund 145.000 Megawattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Haushalten.

Der Hochdruck-Wärmespeicher passt optimal in die Energiestrategie des Konzerns. Bis 2030 sollen 50 Prozent der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen – insbesondere Wind- und Solarkraft sowie Geothermie – gewonnen werden. Erneuerbare Energien sind ohne Speichermöglichkeiten und starke Netze aber nicht denkbar.

Der Höhenunterschied im 1.153 Kilometer langen Wiener Fernwärmenetz beträgt bis zu 150 Meter. Aus diesem Grund wird in Wien das heiße Wasser für Heizung und Warmwasser mit hohem Druck und Temperaturen zwischen 95 und 150 Grad Celsius transportiert.