Recycling von Künettenmaterial

Die Wiener Netze recyceln das Aushubmaterial aus Künetten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger und ressourcenschonender Bauweise - und sparen jährlich Hunderttausende LKW-Kilometer ein.

Recycling von Künettenmaterial durch die Wiener Netze. - (c) Wiener NetzeZoom
Künetten-Aushub wurde früher zu 100% auf Baurestmassendeponien entsorgt. Erforderliches Füllmaterial wurde aus einem Steinbruch zugekauft. Durch genaue Prüfung des Aushubmaterials sind die Wiener Netze im Bereich Stromnetzbetrieb zu der Erkenntnis gelangt, dass der Aushub – nach Aufbereitung in einer Recyclinganlage und – als Füllmaterial wiederverwendet werden kann.
 
Weniger LKW-Kilometer, weniger CO2

Durch das Recycling-Verfahren können 70 Prozent des Aushubmaterials der Baustellen in Wien und 30 Prozent des Aushubmaterials aus Niederösterreich als Füllmaterial für Stromkabel-Verlegungsarbeiten verwendet werden. Im Jahr 2013 wurden auf diese Weise 7.680 LKW-Ladungen zu je zehn Tonnen eingespart. Rund 500.000 LKW-Kilometer konnten durch die Wiederverwendung des Künettenmaterials entfallen. Die umweltrelevanten Einsparungen wurden durch das Umweltbundesamt berechnet.

Vorbildcharakter für andere Städte und Gemeinden

Derzeit kommt das Recycling von Künettenmaterial im Bereich Stromkabelverlegung zur Anwendung. Eine Ausweitung auf Verlegearbeiten von Gas- und Fernwärmeleitungen ist geplant. Das Projekt der Wiener Netze soll Wegbereiter für andere Einbautenträger und Kommunen sein.