Forschungsprojekt EcoTram

Weil Klimaanlagen in Fahrzeugen zwar komfortabel sind, aber auch viel Strom benötigen, haben die Wiener Linien im Forschungsprojekt "EcoTram" auch in diesem Bereich nach Sparpotenzialen gesucht. Ergebnis: Bis zu 13 Prozent Einsparung sind durch Adaptionen an der Klimaanlage möglich.

Von 2009 bis 2014 arbeiteten die Wiener Linien gemeinsam mit Partnerunternehmen an dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt "EcoTram". In der ersten Projekt-Phase wurden Daten einer serienmäßigen ULF-Straßenbahn im Klima-Windkanal und im Linienbetrieb gesammelt. Anschließend wurden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung entwickelt und in einen Prototyp – der EcoTram – eingebaut. Nach erneuten Tests im Klima-Wind-Kanal wurde die EcoTram im Fahrgastbetrieb eingesetzt.

Die Ecotram im Testeinsatz. - (c) Wiener LinienZoom
13 Prozent weniger Energieverbrauch
Zehn Monate lang, bis Mai 2014, war der Prototyp unterwegs, mit dem Ziel, Energiespar-Potenziale beim Lüften, Heizen und Kühlen von Niederflur-Straßenbahnen zu ermitteln. Ergebnis: Rund 4.200 kWh oder mehr als 13 Prozent Energie sparte die EcoTram in diesem Zeitraum ein. Das entspricht in etwa dem Jahresenergieverbrauch eines durchschnittlichen österreichischen Haushalts.
 
Die EcoTram - (c) Wiener LinienZoom
Breites Maßnahmenpaket im Test 

In der Test-Bim kam ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Einsatz. Dazu zählten beispielsweise ein vorausschauend handelndes Kühl- und Heizsystem, CO2-Sensoren zur Bestimmung der optimalen Frischluftzufuhr, ein mehrstufiges Kühlsystem oder spezielle Beklebungen der Seitenscheiben.

Auch wurde erstmals eine Wärmepumpe in einer Straßenbahn eingebaut, die durch die Nutzung von Umgebungswärme und -kälte energiesparendes Heizen und Kühlen ermöglichte.