Baustart des weltweit ersten Hochdruck- Wärmespeichers

Der neue Wärmespeicher der Wien Energie in Simmering ermöglicht, dass Wärme dann verbraucht werden kann, wenn sie benötigt wird. Zeitlich unabhängig von der Erzeugung. Es ist der weltweit erste Hochdruck- und Hochtemperatur-Speicher dieser Art. Er wird den jährlichen Wärmebedarf von rund 20.000 Haushalten decken und spart durch die Optimierung von Produktion und Speicherung jährlich rund
11.000 Tonnen CO2 ein.
Start der Anlage für 2013 geplant
Die Experten von Wien Energie bauen, gemeinsam mit Partnerfirmen, erstmals eine Wärmespeicheranlage für ein so komplexes Hochdruck- und Hochtemperatur-Fernwärmenetz. Ende Mai ist mit dem Bau der Fundamente begonnen worden. Der Anlagenbetrieb ist mit Ende 2013 geplant. Die Investitionskosten betragen 20 Millionen Euro.
Vorteile des Wärmespeichers
Durch den Wärmespeicher kommt es zu einer zeitlichen Entkopplung zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch. Dadurch wird der Einsatz von Spitzenkesseln bei sehr hohem Strom- und Wärmebedarf minimiert. Die Anlage optimiert den Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke, der thermischen Abfallbehandlungsanlagen und der dezentralen Stromeinspeiser durch erneuerbare Energie.
CO2-Emissionen werden reduziert und die Fernkälte-Tagesspitzen in den Sommermonaten ausgeglichen.
Der Höhenunterschied im 1.153 Kilometer langen Wiener Fernwärmenetz beträgt bis zu 150 Meter. Aus diesem Grund wird in Wien das heiße Wasser für Heizung und Warmwasser mit hohem Druck und Temperaturen zwischen 95 und 150 Grad Celsius transportiert.
Der Speicher wird pro Jahr rund 2.200 Stunden be- und entladen werden. Die jährlich gespeicherte und somit auch entnommene Wärmemenge beträgt etwa 145.000 Megawattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Haushalten.
Fakten Wärmespeicher Simmering
- Speichermenge Wasser: 11.000 m3
- Höhe der beiden Druckspeicher: 45 Meter
- Druck: 10 bar am Speicherboden, 6 bar an der Speicherdecke
- Speichervermögen: 850 MWh
- Verbaute Betonmenge für Fundamente: 2.000 m3
- Bauzeit: von Mai 2012 bis Ende 2013
- Wärme für 20.000 Haushalte pro Jahr
- CO2-Einsparung/Jahr: ca. 11.000 Tonnen
- Investition: 20 Millionen Euro
Alle Informationen unter: www.wienenergie.at
